DeepSeek
DeepSeek ist eine Sprachmodellfamilie aus China, deren aktuelle Generation DeepSeek-V4 ist: V4-Flash (284 Mrd. Parameter, API seit 31.07.2026 als Public Beta) und V4-Pro (1,6 Bio. Parameter). Beide bieten laut Anbieter 1 Mio. Token Kontext und stehen unter MIT-Lizenz als offene Gewichte bereit. Die früheren API-Namen deepseek-chat und deepseek-reasoner wurden am 24.07.2026 eingestellt; V3.2 und R1 sind historische Modelle.
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DeepSeek: aktuelle Modelle und Einordnung
DeepSeek ist eine Sprachmodellfamilie des chinesischen Unternehmens Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd. Die Familie besteht aus den universellen V-Modellen und der auf Reasoning spezialisierten, inzwischen historischen R-Serie. Aktuelle Generation ist DeepSeek-V4 mit den beiden Varianten V4-Flash (effizient, günstiger) und V4-Pro (größtes Modell). Beide verarbeiten Text als Ein- und Ausgabe, bieten laut Anbieter ein Kontextfenster von einer Million Token und stehen als offene Gewichte unter MIT-Lizenz auf Hugging Face bereit.
Besonders ist die Kombination aus großem Modell, offener Lizenz und niedrigen API-Preisen – und zugleich einer Datenschutzlage, die stark davon abhängt, wie das Modell genutzt wird. Diese Seite trennt deshalb konsequent zwischen Cloud-Nutzung, API, Self-Hosting und Dritthosting.
DeepSeek-V4-Flash und V4-Pro im Vergleich
DeepSeek stellte V4 am 24. April 2026 vor; seit dem 31. Juli 2026 läuft zusätzlich die API der aktualisierten Version V4-Flash-0731 als Public Beta. Die Version 0731 wurde laut Change Log unter anderem für den Einsatz in Coding-Agent-Umgebungen angepasst.
| Merkmal | DeepSeek-V4-Flash | DeepSeek-V4-Pro |
|---|---|---|
| API-Modellname | deepseek-v4-flash | deepseek-v4-pro |
| Aktuelle Version | DeepSeek-V4-Flash-0731 | DeepSeek-V4-Pro |
| Status | API seit 31.07.2026 als Public Beta | über API verfügbar seit 24.04.2026 (V4-Vorstellung) |
| Parameter gesamt | 284 Milliarden | 1,6 Billionen |
| Aktive Parameter je Token | 13 Milliarden | 49 Milliarden |
| Kontextfenster | 1 Million Token | 1 Million Token |
| Maximale Ausgabe | 384K Token | 384K Token |
| Lizenz der Gewichte | MIT | MIT |
Die Flash-API befindet sich laut Anbieter seit dem 31.07.2026 in einer Public Beta; die Pro-API blieb bei diesem Update unverändert. Es existieren keine Varianten namens „V4-Flash-Max“ oder „V4-Pro-Max“ – „max“ ist lediglich eine Stufe des einstellbaren Reasoning-Aufwands, kein eigenes Modell.
Gesamtparameter und aktive Parameter: Was die Zahlen bedeuten
V4-Pro hat 1,6 Billionen Parameter, nutzt pro erzeugtem Token aber nur rund 49 Milliarden davon aktiv; bei V4-Flash sind es 284 Milliarden gesamt und 13 Milliarden aktiv. Grund ist die Mixture-of-Experts-Architektur (MoE): Das Modell besteht aus vielen spezialisierten Teilnetzen, von denen je Rechenschritt nur ein Teil aktiviert wird. Die Gesamtzahl bestimmt vor allem den Speicherbedarf, die aktive Zahl den Rechenaufwand je Token. Ein MoE-Modell mit 284 Milliarden Gesamtparametern ist deshalb nicht mit einem klassischen dichten Modell gleicher Größe vergleichbar.
Architektur laut Technical Report
Der DeepSeek-V4 Technical Report (arXiv:2606.19348) beschreibt eine hybride Aufmerksamkeits-Architektur aus Compressed Sparse Attention (CSA) und Heavily Compressed Attention (HCA), ergänzt um Manifold-Constrained Hyper-Connections (mHC) als Weiterentwicklung klassischer Residualverbindungen. Trainiert wurde mit dem Muon-Optimizer, dem der Anbieter schnellere Konvergenz und höhere Trainingsstabilität zuschreibt. Vortrainiert wurde laut Report auf mehr als 32 Billionen Token.
Als Effizienzangabe nennt der Report: V4-Pro benötigt bei einer Million Token Kontext nur 27 Prozent der Inferenz-Rechenoperationen je Token und 10 Prozent des KV-Caches im Vergleich zu DeepSeek-V3.2. Das ist eine Anbieterangabe aus dem Technical Report, keine unabhängige Messung.
1 Million Token Kontext – und die Grenzen
Beide V4-Modelle unterstützen laut Anbieter ein Kontextfenster von einer Million Token und bis zu 384K Token Ausgabe (API-Angabe, geprüft am 10.08.2026). Ein großes Kontextfenster bedeutet jedoch nicht, dass jede Information darin gleich zuverlässig gefunden und verarbeitet wird. Bei sehr langen Eingaben bleibt es sinnvoll, wichtige Inhalte gezielt zu platzieren und Ergebnisse zu prüfen.
Thinking-Modus und Reasoning-Aufwand
Beide V4-Modelle beherrschen einen Thinking-Modus (sichtbare Zwischenüberlegungen über reasoning_content) und einen Non-Thinking-Modus. Laut Dokumentation ist der Thinking-Modus standardmäßig aktiv, mit der Aufwandsstufe high als Voreinstellung. Der Aufwand lässt sich je Schnittstelle abstufen:
- OpenAI-kompatibles Format: reasoning_effort mit low, high, xhigh oder max
- Anthropic-kompatibles Format: reasoning.effort mit none, low, high oder max
- Responses API: output_config.effort mit low, high oder max
Im Thinking-Modus werden Parameter wie temperature und top_p nicht unterstützt. Die genaue Zuordnung der Aufwandsstufen unterscheidet sich zwischen Flash und Pro; Details regelt die offizielle Dokumentation.
API: Formate, Responses API und eingestellte Legacy-Namen
Die DeepSeek-API ist mit zwei verbreiteten Schnittstellenformaten nutzbar: dem OpenAI-kompatiblen Chat-Completions-Format (Basis-URL api.deepseek.com) und einem Anthropic-kompatiblen Format (api.deepseek.com/anthropic). Kompatibel bedeutet dabei: bestehende SDKs lassen sich weiterverwenden – nicht, dass die APIs in jedem Detail identisch wären. Zusätzlich unterstützt deepseek-v4-flash das Responses-API-Format; für deepseek-v4-pro hat der Anbieter diese Unterstützung für Anfang August 2026 angekündigt, in der Dokumentation war sie am 10.08.2026 noch nicht als verfügbar vermerkt.
Die früheren API-Modellnamen deepseek-chat und deepseek-reasoner wurden zum 24.07.2026 eingestellt. Wer sie noch in Integrationen verwendet, muss auf deepseek-v4-flash bzw. deepseek-v4-pro umstellen.
Tool Calls (Funktionsaufrufe) und strukturierte JSON-Ausgaben werden laut Dokumentation unterstützt.
API-Preise (Stand 10.08.2026)
| Modell | Input (Cache-Treffer) | Input (ohne Cache) | Output |
|---|---|---|---|
| deepseek-v4-flash | $0,0028 | $0,14 | $0,28 |
| deepseek-v4-pro | $0,003625 | $0,435 | $0,87 |
DeepSeek hat auf der offiziellen Preisseite eine deutliche Preiserhöhung für die API angekündigt („a significant increase expected“), ohne Datum und neue Beträge zu nennen. Die früheren Off-Peak-Rabatte werden dort derzeit nicht mehr aufgeführt. Vor Kalkulationen die aktuelle Preisseite prüfen – oder mit dem KI-Kostenrechner mit eigenen Werten rechnen.
Vier Wege, DeepSeek zu nutzen – vier Datenschutz-Situationen
„DeepSeek nutzen“ kann vier völlig verschiedene Dinge bedeuten. Für Datenschutz, Kosten und Kontrolle ist der Nutzungsweg wichtiger als das Modell selbst:
| Nutzungsweg | Wo läuft das Modell? | Datenschutz-Situation | Kosten |
|---|---|---|---|
| Web-App / App (chat.deepseek.com) | DeepSeek-Server | DeepSeek-Datenschutzerklärung gilt: Verarbeitung und Speicherung in der VR China; Eingaben können fürs Training genutzt werden (Opt-out möglich) | kostenlos |
| DeepSeek-API | DeepSeek-Server | DeepSeek-Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen gelten | je Token, siehe Preistabelle |
| Self-Hosting der offenen Gewichte | eigene Hardware | Eingaben verlassen das eigene System nicht; Verantwortung liegt beim Betreiber | Hardware und Betrieb |
| Hosting über Drittanbieter | Server des jeweiligen Anbieters | Vertrag, Serverstandort und Datenschutzbedingungen des Drittanbieters sind maßgeblich – nicht DeepSeeks Datenschutzerklärung | je Anbieter |
Wer die offenen Gewichte selbst betreibt oder über einen europäischen Anbieter hostet, nutzt zwar dasselbe Modell wie die DeepSeek-App – die Daten fließen dabei aber nicht an DeepSeek. Umgekehrt gilt: Die MIT-Lizenz der Gewichte ändert nichts an den Bedingungen der DeepSeek-eigenen Dienste.
Datenschutz: Was die DeepSeek-Datenschutzerklärung regelt
Für App, Web-Chat und API gilt die DeepSeek-Datenschutzerklärung (Stand: 10. Februar 2026). Die wichtigsten dokumentierten Punkte:
- Speicherort und Verarbeitung: Personenbezogene Daten werden laut Datenschutzerklärung in der Volksrepublik China erhoben, verarbeitet und gespeichert.
- Erhobene Eingaben: unter anderem Texteingaben, Spracheingaben, Prompts, hochgeladene Dateien, Fotos, Feedback und Chatverläufe; dazu Gerätedaten wie IP-Adresse und Geräte-IDs.
- Training: Der Anbieter nutzt Daten, um seine Technologie einschließlich der Machine-Learning-Modelle zu trainieren und zu verbessern.
- Opt-out: Die Datenschutzerklärung nennt ein Widerspruchsrecht gegen die Nutzung eigener Daten für das Training (per E-Mail an privacy@deepseek.com); die Nutzungsbedingungen beschreiben zusätzlich einen In-App-Schalter „Improve the model for everyone“.
Vertrauliche Unternehmensdaten, personenbezogene Daten Dritter oder Geschäftsgeheimnisse sollten ohne vorherige interne Prüfung nicht in die DeepSeek-Cloud-Dienste eingegeben werden. Ob ein konkreter Einsatz datenschutzrechtlich zulässig ist, hängt vom Einzelfall ab – BOMOTS nimmt dazu keine rechtliche Bewertung vor. Grundlagen: Datenschutz bei KI-Diensten.
Diese Angaben geben den dokumentierten Stand der offiziellen Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen wieder (geprüft am 10.08.2026) und sind keine Rechtsberatung. Für verbindliche Bewertungen – etwa zur DSGVO – ist eine individuelle rechtliche Prüfung nötig.
DeepSeek lokal betreiben
Die Gewichte der V4-Modelle sind frei herunterladbar, ein Betrieb auf gewöhnlichen Endgeräten ist damit aber nicht automatisch realistisch: Schon V4-Flash umfasst 284 Milliarden Parameter, deren Speicherbedarf je nach Genauigkeit und Quantisierung erheblich ist; V4-Pro liegt mit 1,6 Billionen Parametern im Bereich dedizierter Serverinfrastruktur. Offizielle Mindestanforderungen für Endanwender-Hardware nennt der Anbieter nicht – konkrete Zahlen hängen von Laufzeitumgebung und Quantisierung ab.
Realistischer für lokale Nutzung auf Workstations sind die deutlich kleineren R1-Distill-Modelle (1,5 bis 70 Milliarden Parameter) oder andere lokal nutzbare Modellfamilien. Eine erste Einschätzung der eigenen Hardware liefert der Lokale-KI-Check.
Ältere Modelle: V3, V3.2 und R1
Die Vorgängergenerationen bleiben verfügbar, sind aber nicht mehr die aktuellen Modelle:
- DeepSeek-V3 (Dezember 2024) und die überarbeitete V3.2 (Dezember 2025, 685 Milliarden Parameter, MIT-Lizenz) waren bis zur V4-Vorstellung die Hauptmodelle.
- DeepSeek-R1 (Januar 2025, letzte Version R1-0528 vom Mai 2025) machte sichtbares Reasoning mit offenen Gewichten bekannt und bleibt unter MIT-Lizenz für Self-Hosting verfügbar. In der API wurde der zugehörige Name deepseek-reasoner am 24.07.2026 eingestellt; Reasoning übernimmt heute der Thinking-Modus von V4.
R1-Distill-Modelle
Neben dem großen R1 veröffentlichte DeepSeek sechs destillierte Varianten von 1,5 bis 70 Milliarden Parametern auf Basis von Qwen2.5 bzw. Llama 3.1/3.3. Sie übernehmen Reasoning-Verhalten des großen Modells in kleinere Architekturen, erreichen aber nicht dessen Leistungsniveau – ein R1-Distill ist nicht „R1 in klein“, sondern ein eigenständiges, schwächeres Modell mit deutlich geringeren Hardwareanforderungen. Zur MIT-Lizenz kommen die Lizenzen der jeweiligen Basismodelle hinzu.
Lizenzen im Überblick
| Modell | Lizenz | Anmerkung |
|---|---|---|
| DeepSeek-V4-Flash / V4-Pro | MIT | aktuelle Generation, Gewichte auf Hugging Face |
| DeepSeek-R1 (inkl. R1-0528) | MIT | kommerzielle Nutzung laut Anbieter erlaubt |
| R1-Distill (1,5B–70B) | MIT + Basislizenz | Qwen2.5-Basis: Apache 2.0; Llama-Basis: Llama-3.1-/3.3-Lizenz |
| DeepSeek-V3.2 | MIT | seit Aktualisierung Dezember 2025 |
| DeepSeek-V3 | Code MIT; Gewichte DeepSeek Model License | ältere Generation |
| DeepSeek-OCR-2 | Apache 2.0 | separates Dokument-/OCR-Modell (3B) |
Dabei sind zwei Ebenen zu trennen: Eine Open-Source-Lizenz der Gewichte macht ein KI-Modell noch nicht automatisch zu vollständigem „Open Source AI“. Die Open-Source-AI-Definition der Open Source Initiative (Version 1.0) verlangt als Referenz zusätzlich den vollständigen Trainings-/Verarbeitungscode und ausreichend detaillierte Informationen über die Trainingsdaten. BOMOTS weist deshalb Gewichte-Lizenz, Zugang und Open-Source-Einordnung getrennt aus, statt aus einem Lizenznamen ein Pauschalurteil über das gesamte Modell abzuleiten.
Herunterladbare Gewichte sind nicht automatisch Open Source – bei DeepSeek stehen die aktuellen Modelle allerdings tatsächlich unter der MIT-Lizenz, einer anerkannten Open-Source-Lizenz. Trainingsdaten und vollständiger Trainingscode sind gleichwohl nicht offengelegt.
DeepSeek-OCR-2: separates Dokumentmodell
Unabhängig von der V4-Sprachmodellreihe bietet DeepSeek mit DeepSeek-OCR-2 (Januar 2026) ein kompaktes Bild-zu-Text-Modell mit 3 Milliarden Parametern unter Apache-2.0-Lizenz an, das Dokumente erkennt und etwa in Markdown umwandelt. Es ist ein eigenständiges Spezialmodell, keine Variante von V4 – die V4-Modelle selbst verarbeiten Text zu Text.
Deutsch und Sprachen
DeepSeek dokumentiert seine Modelle vor allem für Englisch und Chinesisch. Eine offizielle Angabe zur deutschen Sprachqualität gibt es nicht, und BOMOTS hat sie nicht eigenständig getestet. Wer DeepSeek produktiv für deutsche Texte einsetzen möchte, sollte die Qualität mit eigenen, repräsentativen Beispielen prüfen – wie das methodisch sauber geht, zeigt KI-Modelle evaluieren.
Benchmarks: Anbieterangaben
DeepSeek veröffentlicht in den Model Cards unter anderem folgende Auswertungen:
| Modell | Benchmark | Wert (Anbieterangabe) |
|---|---|---|
| DeepSeek-V4-Flash | MMLU-Pro | 86,2 |
| DeepSeek-V4-Flash | GPQA Diamond | 88,1 |
| DeepSeek-V4-Flash | LiveCodeBench | 91,6 |
| DeepSeek-V4-Pro | MMLU | 90,1 |
| DeepSeek-V4-Pro | GSM8K | 92,6 |
| DeepSeek-V4-Pro | SWE-bench Verified | 80,6 |
Benchmark-Werte verschiedener Anbieter sind nur eingeschränkt vergleichbar, da Messaufbau und Konfiguration abweichen können. BOMOTS erstellt daraus bewusst kein eigenes Ranking.
Flash oder Pro – welche Variante wofür?
Nach der Positionierung des Anbieters: V4-Flash ist die effiziente Variante mit niedrigeren Preisen und höherem Durchsatz – laut Change Log zudem gezielt für Coding-Agent-Einsätze angepasst – und eignet sich damit für die meisten Alltags-, Automatisierungs- und Entwicklungsaufgaben. V4-Pro ist das größte Modell der Familie für besonders anspruchsvolle Aufgaben. Eine eigene vergleichende Bewertung hat BOMOTS nicht durchgeführt; bei Unsicherheit hilft ein Test beider Varianten mit eigenen Aufgaben oder der Modell-Finder.
Stand: 10.08.2026. Technische Angaben, Preise und Verfügbarkeit können sich ändern; maßgeblich sind die offiziellen DeepSeek-Quellen. Alle Angaben beruhen auf Anbieterdokumentation, Model Cards und dem Technical Report und wurden von der BOMOTS-Redaktion am 10.08.2026 geprüft. BOMOTS ist nicht mit DeepSeek verbunden.
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Quellen und weiterführende Informationen
- DeepSeek: Models & Pricing (API-Dokumentation). Offizielle Preisseite · abgerufen am 10.08.2026
- DeepSeek: Change Log (API-Dokumentation). Offizielles Änderungsprotokoll · abgerufen am 10.08.2026
- DeepSeek: Thinking Mode (API-Dokumentation). Offizielle Dokumentation · abgerufen am 10.08.2026
- DeepSeek: Responses API (API-Dokumentation). Offizielle Dokumentation · abgerufen am 10.08.2026
- DeepSeek: News: DeepSeek-V4 Preview Release (24.04.2026). Offizielle Ankündigung · abgerufen am 10.08.2026
- arXiv: DeepSeek-V4 Technical Report (arXiv:2606.19348). Technical Report · abgerufen am 10.08.2026
- Hugging Face: DeepSeek-V4-Flash – Model Card (MIT). Offizielle Model Card · abgerufen am 10.08.2026
- Hugging Face: DeepSeek-V4-Pro – Model Card (MIT). Offizielle Model Card · abgerufen am 10.08.2026
- Hugging Face: DeepSeek-R1 – Model Card mit Distill-Übersicht. Offizielle Model Card · abgerufen am 10.08.2026
- Hugging Face: DeepSeek-V3.2 – Model Card (MIT). Offizielle Model Card · abgerufen am 10.08.2026
- Hugging Face: DeepSeek-OCR-2 – Model Card (Apache 2.0). Offizielle Model Card · abgerufen am 10.08.2026
- DeepSeek: Privacy Policy (Stand 10.02.2026). Offizielle Datenschutzerklärung · abgerufen am 10.08.2026
- DeepSeek: Terms of Use (Stand 27.03.2026). Offizielle Nutzungsbedingungen · abgerufen am 10.08.2026
Häufige Fragen
Was ist DeepSeek?
DeepSeek ist eine Sprachmodellfamilie des chinesischen Unternehmens Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd. Aktuelle Generation ist DeepSeek-V4 mit den Varianten V4-Flash und V4-Pro; die Modelle sind über Web-App, API und als offene Gewichte unter MIT-Lizenz verfügbar.
Was ist der Unterschied zwischen DeepSeek-V4-Flash und V4-Pro?
V4-Flash hat 284 Milliarden Parameter (13 Mrd. aktiv je Token) und ist die effiziente, günstigere Variante. V4-Pro ist mit 1,6 Billionen Parametern (49 Mrd. aktiv) das größte Modell der Familie. Beide bieten laut Anbieter 1 Mio. Token Kontext und bis zu 384K Token Ausgabe.
Ist DeepSeek kostenlos?
Der Chat unter chat.deepseek.com ist laut Anbieter kostenlos nutzbar. Die API wird je Token abgerechnet; wer die offenen Gewichte selbst betreibt, zahlt keine Modellgebühren, trägt aber Hardware- und Betriebskosten.
Was kostet die DeepSeek-API?
Nach Anbieterangaben (geprüft am 10.08.2026) kostet deepseek-v4-flash $0,14 je Mio. Input-Token (ohne Cache) und $0,28 je Mio. Output-Token; deepseek-v4-pro $0,435 bzw. $0,87. DeepSeek hat eine deutliche Preiserhöhung angekündigt – vor Kalkulationen die offizielle Preisseite prüfen.
Ist DeepSeek Open Source?
Die aktuellen Modelle V4-Flash, V4-Pro sowie R1 und V3.2 stehen unter der MIT-Lizenz, einer anerkannten Open-Source-Lizenz; ältere V3-Gewichte nutzen die DeepSeek Model License. Trainingsdaten und vollständiger Trainingscode sind allerdings nicht offengelegt.
Kann ich DeepSeek-V4 auf einem normalen PC betreiben?
In der Regel nicht. V4-Flash umfasst 284 Milliarden, V4-Pro 1,6 Billionen Parameter – das erfordert je nach Quantisierung sehr viel Speicher bzw. Serverinfrastruktur. Für Workstations sind eher die kleinen R1-Distill-Modelle (1,5–70 Mrd. Parameter) oder andere kompakte offene Modelle realistisch.
Speichert DeepSeek meine Daten in China?
Ja – laut der offiziellen Datenschutzerklärung (Stand 10.02.2026) werden personenbezogene Daten bei Nutzung der DeepSeek-Dienste in der Volksrepublik China erhoben, verarbeitet und gespeichert. Beim Self-Hosting der offenen Gewichte fließen dagegen keine Daten an DeepSeek.
Werden meine Eingaben für das Training verwendet?
Laut Datenschutzerklärung kann DeepSeek Daten nutzen, um seine Modelle zu trainieren und zu verbessern. Es gibt ein dokumentiertes Opt-out: per E-Mail an privacy@deepseek.com sowie laut Nutzungsbedingungen über den In-App-Schalter „Improve the model for everyone“.
Was ist aus deepseek-chat und deepseek-reasoner geworden?
Diese Legacy-API-Namen wurden laut Change Log zum 24.07.2026 eingestellt. Integrationen müssen auf deepseek-v4-flash bzw. deepseek-v4-pro umgestellt werden; Reasoning übernimmt der Thinking-Modus der V4-Modelle.
Ist DeepSeek-R1 noch aktuell?
R1 (letzte Version R1-0528 vom Mai 2025) ist ein historisches Modell: Die Gewichte bleiben unter MIT-Lizenz für Self-Hosting verfügbar, der API-Zugang über deepseek-reasoner wurde jedoch am 24.07.2026 eingestellt. Aktuelles Reasoning-Modell ist V4 im Thinking-Modus.
Was sind die R1-Distill-Modelle?
Sechs kleinere Modelle (1,5 bis 70 Mrd. Parameter) auf Basis von Qwen2.5 bzw. Llama 3.1/3.3, die Reasoning-Verhalten des großen R1 übernehmen. Sie erreichen nicht dessen Leistung, laufen dafür auf deutlich schwächerer Hardware. Neben der MIT-Lizenz gelten die Lizenzen der Basismodelle.
Wie gut ist DeepSeek auf Deutsch?
Dazu gibt es keine offizielle Anbieterangabe, und BOMOTS hat die deutsche Sprachqualität nicht eigenständig getestet. Der dokumentierte Schwerpunkt liegt auf Englisch und Chinesisch. Für den produktiven Einsatz empfiehlt sich ein eigener Test mit repräsentativen deutschen Beispielen.
Kann DeepSeek Bilder verarbeiten oder erzeugen?
Die V4-Sprachmodelle verarbeiten Text zu Text. Für Dokumente bietet DeepSeek separat das OCR-Modell DeepSeek-OCR-2 (Apache 2.0) an, das Bilder von Dokumenten in Text bzw. Markdown umwandelt. Ein Bildgenerator ist keines der beiden.
Ist DeepSeek DSGVO-konform?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt vom Nutzungsweg ab: Bei App, Web und API gelten DeepSeeks Bedingungen mit Verarbeitung in China; beim Self-Hosting oder EU-Hosting gelten andere Voraussetzungen. BOMOTS nimmt keine rechtliche Bewertung vor – im Zweifel ist eine individuelle Prüfung nötig.