Recht

KI und Datenschutz

Beim KI-Einsatz gelten die üblichen Datenschutzregeln (DSGVO): Personenbezogene Daten brauchen eine Rechtsgrundlage, Zweckbindung und Datensparsamkeit. Zentrale Fragen sind, welche Daten in ein Tool gelangen und wo sie verarbeitet werden.

Grundsätze

Werden mit KI personenbezogene Daten verarbeitet, gelten die DSGVO-Grundsätze: Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung, Richtigkeit, Speicherbegrenzung, Integrität und Rechenschaftspflicht. Vor dem Einsatz sollte klar sein, welche Daten verarbeitet werden und auf welcher Rechtsgrundlage.

Cloud oder lokal

Bei Cloud-Tools verlassen Eingaben das eigene Haus. Wichtig sind Auftragsverarbeitung, Serverstandort, Weiterverwendung zu Trainingszwecken und Löschkonzepte. Lokale KI ist bei sensiblen Daten oft die datensparsamere Option, weil Eingaben den Rechner nicht verlassen.

Praxis

Keine sensiblen personenbezogenen oder vertraulichen Unternehmensdaten in Tools eingeben, deren Datenverarbeitung nicht geprüft ist. Auch Prompttexte können personenbezogene Daten enthalten.

Praktische Schritte

  • Datenarten und Rechtsgrundlage klären
  • Auftragsverarbeitungsvertrag und Serverstandort prüfen
  • Trainings-/Weiterverwendungseinstellungen kontrollieren
  • Zugriffsrechte und Protokollierung festlegen
  • Betroffenenrechte und Löschung berücksichtigen

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Österreichische Datenschutzbehörde: dsb.gv.at. Behörde · abgerufen am 06.08.2026
  2. Europäischer Datenschutzausschuss (EDPB): edpb.europa.eu. EU-Gremium · abgerufen am 06.08.2026

Häufige Fragen

Darf ich Kundendaten in einen KI-Chatbot eingeben?

Nur mit geprüfter Rechtsgrundlage und geklärter Datenverarbeitung. Häufig ist es sicherer, Daten zu anonymisieren oder eine datensparsame/lokale Lösung zu nutzen.